Beschreibung
Jahrhunderte lang genutzt und später aufgegeben, bilden mittelalterliche Burgruinen in Graubünden ein historisch relevantes Erbe. Dass es diese Bauwerke noch so zahlreich gibt, ist nicht allein ihrer massiven Bauweise geschuldet; oft sind es variierende Arbeitskonstellationen, die am Erhalt dieser zwecklos gewordenen «Liegenschaften» mitwirken. Sind daran Architekt:innen beteiligt, betreten sie oft Neuland. Dies betrifft die Bauaufgabe, aber auch die Kooperation mit den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren. Die Restaurierung und Erschliessung der Burg Neu-Aspermont in Jenins verfolgt ein differenziertes Schutzkonzept, welches nicht nur maximale Schutzmassnahmen vorsieht, sondern sich zu Teilen auch auf minimale konservatorische Eingriffe beschränkt und damit bewusst den Zerfall zugunsten des «Erlebniswertes» der Ruine in Kauf nimmt. Die neue Erschliessung verwandelt die Burg von einem unzugänglichen Denkmal in einen erfahrbaren Raum – dieser steht bei der Projektentwicklung stets im Fokus. Dabei ist es nicht die starke Präsenz der neuen Elemente, sondern die poetische Wirkung des Bestandes, welche die Qualitäten der Burgruine unmittelbar erfahrbar macht. Vortrag von Esther Elmiger, im Anschluss Podiumsdiskussion mit Valentin Groebner, moderiert durch Martin Tschanz.
Höhepunkte
- Vortrag von Esther Elmiger
- Podiumsdiskussion mit Valentin Groebner
- Moderation durch Martin Tschanz
Allgemeine Informationen
Der Vortrag beleuchtet die Herausforderungen und Strategien bei der Restaurierung von Burgruinen in Graubünden. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt, die verschiedene Perspektiven auf das Thema bietet.
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October 2026
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