Beschreibung
Nächtliches Gespräch über Verdienste und Vergehen. Oder aber eine theatrale Auseinandersetzung mit einem Schicksal. Der Zürcher Oberländer Dichter Jakob Stutz war einer der populärsten Schweizer Autoren seiner Zeit. Seine «Gemälde aus dem Volksleben» und seine Autobiografie «Siebenmal sieben Jahre aus meinem Leben» erfreuten sich beim Lesepublikum grosser Beliebtheit. Sie dienten der Volkskunde im 20. Jahrhundert als erste und wichtigste Quelle für das Brauchtum im Zürcher Oberland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In seiner Jugend als begabtes Kind vom Land gefördert entwickelte er sich zu einer schillernden Persönlichkeit. Er wurde Werk- und Elementarlehrer, Schriftsteller und Dichtervater, Herausgeber und Erwachsenenbildner, Sozialreformer und Sparkassengründer. Seit seiner Kindheit plagte ihn jedoch das Bewusstsein, anders zu sein als andere Knaben. Als Erwachsener ist er wegen seiner homosexuellen Veranlagung mit dem Gesetz in Konflikt geraten und hat sich im Gefängnis immer wieder die Frage gestellt: «Warum nur – warum?» Matthias Peter, Theatermacher und Autor, setzt sich zum Doppeljubiläum – 225. Geburtstag und 150. Todestag – mit Jakob Stutz und seinem Schicksal auseinander. Mit einem Theatermonolog über dessen Verdienste und Vergehen lässt er den Dichter in einer kleinen Gedenkausstellung als Wiedergänger auftreten, gibt ihm eine Stimme und lässt das Publikum an dessen Werdegang und inneren Nöten teilhaben, ohne damit Verfehlungen zu entschuldigen. Hauptschauplätze der Erzählung sind die Zürcher Oberländer Gemeinden Hittnau, Sternenberg, Fischenthal, Pfäffikon und Bäretswil. Aber auch die Stadt Zürich sowie Schwellbrunn und Trogen im Kanton Appenzell-Ausserrhoden. Von und mit Matthias Peter. www. text-theater. ch www. matthiaspeter. ch Mitwirkende undZusatzinformationen: Matthias PeterHöhepunkte
- Theatermonolog über Jakob Stutz
- Gedenkausstellung zum Doppeljubiläum
- Auseinandersetzung mit Verdiensten und Vergehen
Allgemeine Informationen
Die Veranstaltung findet im keller62 in Zürich statt und widmet sich dem Leben und Schicksal des Dichters Jakob Stutz. Matthias Peter bringt in einem eindrucksvollen Monolog die inneren Nöte und Verdienste des Autors zur Sprache, während das Publikum in eine bewegende Thematik eintaucht.
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