Beschreibung
Anleitung zur Zerstörung einer Demokratie
Schauspiel von Alistair Beaton und Dietmar Jacobs
mit Ivana Langmajer, Bernd Reheuser, Florian Bender u. a.
Acht Mitwirkende in 36 Rollen
Regie: Meinhard Zanger
Tournee-Theater Thespiskarren Wie man ein Land übernimmt, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern.
Klara Milkowski ist Comedienne. Sie haut auf den „woken Zeitgeist“ drauf, auf „Genderwahn“, auf „links-grün-versifft“ – und füllt damit die großen Hallen. Ihr Sender findet sie irgendwann zu heiß und nimmt sie aus der Primetime. Social Media krönt sie dafür zur Märtyrerin der Meinungsfreiheit. Oskar Falk, rechtsnationaler Intellektueller, sucht genau das: ein Gesicht für seine Partei. Er findet Klara. Und Klara merkt zu spät, dass Politik für sie zwar Show ist – für ihn aber Ernst. Mit Klara als Aushängeschild gewinnt die Partei „Unser Haus Deutschland“ tatsächlich die Bundestagswahl. Was dann kommt, ist kein Donnerschlag, sondern eine Reihe unauffälliger Verwaltungsakte. Ein Dekret hier, eine Personalie dort, eine Gesetzesnovelle in dritter Lesung. Am Ende ist alles legal. Und nichts mehr, wie es war. Klara gerät unter die Räder der Maschine, die sie mit angeschoben hat. Warum dieses Stück jetzt
Alistair Beaton, Großbritanniens bissigster Polit-Satiriker und Autor Dietmar Jacobs (Harald Schmidt, Pastewka, Ladykracher) wollten eine futuristische Dystopie schreiben. Eine Waswäre-wenn-Farce. Eine Parodie. Jacobs erinnert sich: „Wir saßen manchmal da und dachten: Das ist unwahrscheinlich. Das passiert nicht.“ Zwei Jahre später passiert es. Überall. Putsch ist kein Thesenstück. Es ist ein Polit-Thriller mit der Schlagzahl einer Late-Night-Show – und zugleich eine Bauanleitung. Beaton und Jacobs zeigen mit chirurgischer Präzision, wie eine Demokratie fällt, wenn keine Panzer mehr rollen müssen. Ein Sendeplatz, ein Algorithmus und eine aufmerksamkeitshungrige Protagonistin reichen aus. Warum dieser Abend
Weil man ihn tagelang durchdenken wird. Weil man zwischendurch lacht, bis es wehtut. Weil das, was man auf der Bühne sieht, am nächsten Morgen in der Zeitung steht – nur weniger unterhaltsam. Weil politische Aufklärung nur funktioniert, wenn sie nicht nach Aufklärung schmeckt. Das Ensemble
Acht Schauspielerinnen und Schauspieler. 36 Rollen. Keine Pause. Kein Leerlauf. Die wandlungsfähigen Schauspielerinnen und Schauspieler verwandeln sich Szene für Szene vom Pressesprecher zum Talkmaster, von der Parteiaktivistin zur Innenministerin – und zurück. „Eine genial inszenierte böse Satire aus klugen Texten, pointierten Scherzen. So präzise, so aktuell und eigentlich so einfach erklärt, dass den Zuschauenden bei der Uraufführung die Entscheidung zwischen Lachen und Entsetzen oft schwerfällt.“ – Die Deutsche Bühne
Bei Kauf einer ermäßigten Karte bitten wir Sie, den entsprechenden Berechtigungsnachweis am Einlass vorzuzeigen. Zusatzinformation:
Hausöffnung: 18:30 Uhr
Höhepunkte
- Schauspiel von Alistair Beaton und Dietmar Jacobs
- Mit Ivana Langmajer, Bernd Reheuser, Florian Bender u. a.
- Regie: Meinhard Zanger
Allgemeine Informationen
Das Stück "Putsch" thematisiert die subtile Zerstörung einer Demokratie durch politische Manipulation. Acht Mitwirkende schlüpfen in 36 Rollen und zeigen, wie eine Comedienne zur Aushängeschilderin einer rechtsnationalen Partei wird. Die Aufführung findet in der Stadthalle Singen statt.
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