Beschreibung
Ist Wahnsinn ein Mittel, der Realität zu entkommen oder – im Gegenteil – ein Mittel, um ihr zu begegnen? Mit seinem Monodrama «Eight Songs for a Mad King» (1969) schuf Peter Maxwell Davies eine raffinierte Charakterstudie des verrückten britischen Königs George III. und ging dabei von Originaltexten des Monarchen aus. Betörende Kantilenen und Kakophonien zeichnen das Bild emotionaler und geistiger Zerrüttung – sie provozieren und offenbaren zugleich eine erstaunliche Hellsichtigkeit. Die Uraufführung der renommierten britischen Komponistin Bushra El-Turk setzt dieser historischen Figur erstmals eine der widersprüchlichsten mythologischen Frauenfiguren entgegen. Das Libretto «Mein Name ist der Fluch» der preisgekrönten Schweizer Autorin Ariane Koch verleiht Medea eine neue Stimme. Im Spannungsfeld von Selbstermächtigung und Wahnsinn, Macht und Willkür, Liebe und Hass erleben wir eine Welt in Brüchen; sie mag auch Wahrheiten hervorbringen, die uns tief berühren.
Höhepunkte
- Uraufführung von Bushra El-Turk
- Monodrama «Eight Songs for a Mad King» von Peter Maxwell Davies
- Ab 13 Jahren
Allgemeine Informationen
Die Veranstaltung findet im Luzerner Theater statt und bietet eine spannende Auseinandersetzung mit Wahnsinn und Realität. Die Kombination aus historischen und mythologischen Figuren schafft ein emotionales und geistiges Spannungsfeld.
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October 2026
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