Beschreibung
Die rumänische Diktatur hat mich geprägt, obwohl ich erst zehn war, als Nicolae Ceausescu stürzte. Angst und Kontrolle hatten die Menschen bis zu jenem Dezember 1989 aus dem nicht existenten öffentlichen Raum verdrängt, so auch meine Familie. Die Oligarchie, die auf den Zusammenbruch des sozialistischen Systems folgte, ist Ausdruck der Hilflosigkeit der sich langsam formierenden Zivilgesellschaft, den öffentlichen Raum für sich zurückzugewinnen. Was hat das mit der Schweiz, mit der restlichen Welt zu tun? Ich warne vor dem Versuch, die Literatur, etwa mittels Fördergeldern, Verordnungen und amtlichen Schulungen, zu lenken und dabei zu verzwecken. Der unmittelbare «gesellschaftliche» Nutzen darf nicht – wie im Kommunismus – zum Bewertungskriterium für Kunst werden. Mein Schreiben ist immer Landnahme. Es zielt aufs Unbefestigte.
Höhepunkte
- Lesung und Vortrag über die rumänische Diktatur
- Thematisierung von Kunst und Gesellschaft
- Veranstaltungsort: Universität St.Gallen
Allgemeine Informationen
Die Veranstaltung "Landnahme durch Sprache" beleuchtet die Auswirkungen der rumänischen Diktatur auf die Gesellschaft und die Kunst. Der Vortrag findet an der Universität St.Gallen statt und thematisiert die Bedeutung von Literatur in einem gesellschaftlichen Kontext.
Standort
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December 2026
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