Beschreibung
Ingeborg Bachmanns Romanprojekt «Todesarten» zählt zu den zentralen literarischen Auseinandersetzungen mit Gewalt, Sprache, weiblicher Existenz und gesellschaftlicher Einschreibung im deutschsprachigen Raum des 20. Jahrhunderts. Bachmann versteht Tod dabei nicht als singuläres Ereignis, sondern als strukturellen Prozess, der sich bereits im Leben manifestiert. Die Todesarten erscheinen als metaphorische, psychische und gesellschaftliche Formen des Sterbens: als Sprachlosigkeit, Identitätsverlust, patriarchale Gewalt, Isolation, Wahnsinn und innere Zersetzung. «Modi di Morire» greift diese Gedanken auf und überführt sie in eine eigenständige filmische Form. Ausgewählte Textpassagen aus «Malina», «Der Fall Franza» und «Requiem für Fanny Goldmann» bilden einen Resonanzraum, der nicht adaptiert, sondern filmisch weitergedacht wird. Nach dem Filmscreening sprechen Regisseurin Tina-Maria Feyrer und Philipp Theisohn über Ingeborg Bachmann und den Dialog zwischen Roman und Film. Mitwirkende Künstler: Tina-Maria Feyrer, Philipp Theisohn, Martina Caluori
Höhepunkte
- Screening von «Modi di Morire»
- Gespräch mit Regisseurin Tina-Maria Feyrer und Philipp Theisohn
- Auseinandersetzung mit Ingeborg Bachmanns «Todesarten»
Allgemeine Informationen
Die Veranstaltung findet im Zentrum Karl der Grosse in Zürich statt und thematisiert Ingeborg Bachmanns unvollendeten Romanzyklus «Todesarten». Nach der Filmvorführung wird es ein Gespräch über die Verbindung zwischen Literatur und Film geben.
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October 2026
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