Beschreibung
Wer sich mit Marc-Antoine Charpentier beschäftigt, stösst früher oder später auf eine erstaunliche Eigenheit seiner Werke: Sie sind nicht in Stein gemeisselt. Der Komponist, der ab 1698 als Maître de musique an der Pariser Sainte-Chapelle wirkte, schrieb nicht für die Ewigkeit, sondern für den Anlass. Und Anlässe gab es verschiede. Mal stand ein grosses Ensemble bereit, mal nur eine Handvoll Sänger und Instrumentalisten. Charpentier reagierte darauf mit einer Selbstverständlichkeit, die uns heute fremd geworden ist: Er erweiterte kleine Motetten, wenn die Mittel es erlaubten, und reduzierte grosse Werke, wenn die Umstände es verlangten. Genau hier setzt das Konzert an. Die Sänger*innen und Musiker*innen unter der Leitung von Martin Gester nehmen die Spur auf und wagen ein Experiment, das auf früheren Erfahrungen mit dem gewaltigen Werkkorpus Charpentiers aufbaut: Was geschieht mit dieser Musik, wenn man ihr das grosse Gewand abnimmt? Acht Sänger*innen treten in Dialog mit einem Instrumentalensemble aus zwei Flöten, zwei Violinen, zwei Gamben, Basse de violon, Theorbe und Orgel. Soli und Tutti wechseln, Stimmen und Instrumente antworten einander. Es ist der Versuch, einer vertrauten Musik zuzuhören, als hörte man sie zum ersten Mal.
Höhepunkte
- Aufführung von Charpentiers Missa Assumpta est Maria
- Ensembles Voces Suaves und Ad Fontes
- Experimentelle Neuinterpretation mit variabler Besetzung
Allgemeine Informationen
Das Konzert findet in der Evang.-ref. Peterskirche in Basel statt und widmet sich der Musik von Marc-Antoine Charpentier. Unter der Leitung von Martin Gester wird die Missa Assumpta est Maria in einem neuen Licht präsentiert, indem Soli und Tutti in einem Dialog mit einem kleinen Instrumentalensemble wechseln.
Standort
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October 2026
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