Beschreibung
Einführung von Daniel Wiegand, 15' Eva ist eine Frau aus gutem Hause, die sich – nach einiger Unzufriedenheit in der Hochzeitsnacht – lieber auf den jungen Ingenieur Adam einlässt, als sich weiter mit ihrem hölzernen Ehemann Emil abzugeben. Die Entscheidung hat Konsequenzen … Machatýs emanzipatorisches Drama gilt als Meilenstein der tschechischen Filmgeschichte. Als Teiltonfilm – ein typisches Produkt der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm – ist es an nur wenigen Stellen mit Dialogton und Geräuscheffekten versehen; grösstenteils wird noch ganz auf die visuelle Ausdruckskraft des Stummfilms gesetzt, bis hin zu einer «sozialistischen Apotheose» ganz am Ende, die an die Filme Eisensteins erinnert. Modern wirktEkstaseauch gerade in der Inszenierung einer sexuell frustrierten und nach Autonomie strebenden Frauenfigur. Es war wohl vor allem dieser Aspekt, der zu zahlreichen Zensureingriffen bis in die 1950er-Jahre führte, mehr noch als die ungewöhnlich freizügigen Nacktauftritte des späteren Hollywoodstars Hedy Lamarr (damals noch Hedwig Kiesler). Die Prager Produktionsfirma Elektafilm drehte den Film parallel in drei Sprachen in Wien (tschechisch, deutsch, französisch). Wir zeigen eine neue Rekonstruktion der deutschen Sprachversion aus dem Filmarchiv Austria, die der ursprünglichen Intention des Films am nächsten kommt. (dw) Mitwirkende und Zusatzinformationen: Regie: Gustav Machatý Drehbuch: Gustav Machatý, František Horký Autor: Viteslav Nezval Kamera: Jan Stallich Musik: Giuseppe Becce Schnitt: Antonín Zelenka Besetzung: Hedwig Kiesler (= Hedy Lamarr) (Eva), Zvonimir Rogoz (Emil), Aribert Mog (Adam), Leopold Kramer (der Vater), Karel Mácha-Kuča (der Advokat), Jan Svitak, Jiřina SteimarováHöhepunkte
- Einführung von Daniel Wiegand
- Meilenstein der tschechischen Filmgeschichte
- Neue Rekonstruktion der deutschen Sprachversion
Allgemeine Informationen
Der Film "Ekstase" von Gustav Machatý wird im Filmpodium Kino in Zürich gezeigt. Die Veranstaltung umfasst eine Einführung und präsentiert eine neue Rekonstruktion, die der ursprünglichen Intention des Films nahekommt.
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