Beschreibung
Dom Juan verführt, ruft aus, flieht, konsumiert, ohne sich umzusehen, getragen von einem grenzenlosen Verlangen. Er verkörpert den „modernen Menschen“: den, der die Aufklärung begründete, ebenso wie das egoistische Monster, das heute seinen Untergang erlebt. An seiner Seite beobachtet, zweifelt, widersteht, kompromittiert sich Sganarelle, gefangen im Orbit eines Meisters, den er nicht verlassen kann. Mit der Compagnie L’outil de la ressemblance überträgt Robert Sandoz die Handlung in ein Universum, inspiriert von der mexikanischen Totenfeier, bei der Lebende und Verstorbene ohne Grenzen nebeneinander existieren. Schwerter, die zu gesägten Kanonen werden, und Pfandgeber, die sich mit Kartellen verbünden: Die Inszenierung spielt mit zeitlichen Referenzen und verschiebt den Mythos in eine zeitgenössische, brutale und glühende Welt. Sie evoziert den respektlosen Atem der Nouvelle Vague und den desillusionierten Traum des Casanova von Fellini. Dieses Wandbild, das zu einem Chor wird, hinterfragt unsere Widersprüche, unsere Faszinationen und Kompromisse, um unser lebenswichtiges Bedürfnis nach Humanismus zu bekräftigen. Bühne am Rand des Spiels. 22. Okt. nach der Vorstellung
Höhepunkte
- Adaption von Dom Juan durch die Compagnie L’outil de la ressemblance
- Universum inspiriert von der mexikanischen Fête des mort·es
- Aufführung am 22. Oktober
Allgemeine Informationen
Das Stück Dom Juan erforscht die Themen Verführung und Egoismus in einem zeitgenössischen Universum. Es findet im Théâtre du Passage in Neuchâtel statt und bietet eine innovative Inszenierung, die unsere Widersprüche und unser Bedürfnis nach Humanismus hinterfragt.
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October 2026
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