Beschreibung
„Das Meer war so wild, dass ich oft zu versaufen glaubte. Aber dies wahlverwandte Element tut mir nichts Schlimmes. Es weiss recht gut, dass ich noch toller sein kann. Und dann, bin ich nicht der Hofdichter der Nordsee?“29. Juli 1826 Heinrich Heine (1797 - 1856), der grosse deutsche Dichter, hat viele Gesichter: Er ist Romantiker und Satiriker, Lyriker und Journalist, radikal privat und immer politisch, ein verliebter Spötter, ein grossbürgerlicher Snob und unerbittlicher Kritiker bürgerlicher Selbstgerechtigkeit. All dies zeigt sich auch, wenn er als erster bedeutender deutscher Dichter die Nordsee besingt. Zwei Gedichtzyklen mit dem Titel „Die Nordsee“ entstehen 1825 und 1826, sie sind die lyrische Ernte mehrerer Kuraufenthalte auf Norderney. Schliesslich besucht er 1829 und 1830 die Insel Helgoland und gilt als der, der den Ruhm der Insel als Seebad der Intellektuellen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begründete. Das Meer als Naturgewalt steht im starken Kontrast zur spiessigen, beengten deutschen Gesellschaft der Restaurationszeit. Typisch für Heine ist der ständige Wechsel zwischen romantischer Schwärmerei und bitterböser Ironie. In seinen „Helgolandbriefen“ wird er lebendig als origineller, unkonventioneller Denker mit witzigen, messerscharfen Formulierungen. Die Gedichte und Briefe werden gelesen von Klaus Hemmerle, dem Rigiblick verbunden als Schauspieler und Dramaturg des „Fliegenden Teppich“. Dazu erklingt maritime Musik voller Wind und Weite vom Ensemble „Transatlantica“ um Philipp Furrer mit seiner ganz besonderen, im Sitzen gespielten Weissenborn-Gitarre, Adrian Würsch am Schwyzerörgeli und dem Perkussionisten Sämi Baur. Ahoi! Diese Vorstellung wird im Rahmen der Reihe «Derfliegende Teppich - Acht literarisch-musikalische Insel-Reisen» gezeigt. Dafür kann auch ein Abonnement gelöst werden. 8 Vorstellungen zum Abopreis von Fr. 240.--. Bestellung des Abos hier. Mitwirkende und Zusatzinformationen: Lesung Klaus Hemmerle Musik Transatlantica: Philipp Furrer (Weissenborn Gitarre) Adrian Würsch (Schwyzerörgeli) Samuel Baur (Drums & Prcussion) Konzept Klaus Hemmerle Technik Felix Keller Brian LeeHöhepunkte
- Lesung von Klaus Hemmerle
- Maritime Musik untermalt die Gedichte
- Thematisiert Heinrich Heines Beziehung zur Nordsee
Allgemeine Informationen
Die Veranstaltung "Der fliegende Teppich: Helgoland" im Theater Rigiblick in Zürich widmet sich dem Werk von Heinrich Heine und seiner Verbindung zur Nordsee. Klaus Hemmerle liest Gedichte und Briefe des Dichters, während maritime Musik die Atmosphäre ergänzt.
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